Nationalpark auf der Woche der Umwelt in Berlin
14.06.2007 - 16:13 Uhr„Nur rund 180 Ausstellern mit innovativen Ideen aus den Bereichen Umwelttechnik, -forschung und -bildung, sowie Naturschutz dürfen sich auf dieser einzigartigen Bühne präsentieren. Dort unser neues Informationszentrum vorstellen zu dürfen, war uns eine große Ehre“, berichtet Peter Gaffert, Leiter des Nationalparkamtes. Obwohl erst im Januar nächsten Jahres Eröffnung gefeiert wird, werfen bereits die Pläne für das neue Erlebnis- und Informationszentrum in Vöhl-Herzhausen große Schatten voraus und sorgen für nationale Aufmerksamkeit. Mehr als 10.000 geladene Gäste kamen zum Schlossgarten von Bundespräsident Horst Köhler, der sich zwei Tage Zeit nahm, um sich intensiv mit den derzeitigen Spitzenleistungen aus Umwelt und Naturschutz zu beschäftigen.
Auch Mitarbeiter der österreichischen Firma Kraftwerk, die die Ausstellung des Informationszentrum baut, waren vor Ort und stellten den Prototyp eines Exponats, den so genannten „Schatzspeicher“ vor. „Der „Schatzspeicher“ ist ein Geschicklichkeitsspiel. Durch geschicktes Dirigieren einer Kugel muss der Benutzer zunächst einen Schlüssel holen und damit eine Schatzkiste öffnen. Erst dann erschließen sich den Benutzern die Informationen über die Schätze im Nationalpark“, erklärt Matthias Schlote. Schon der Prototyp stellte sich in Berlin als Besuchermagnet heraus und es herrschte die einhellige Meinung, dass diese neue Art der Informationsvermittlung äußerst interessant und gut gelungen sei.
„Die Ausstellung, sowie das 3 D Sinnekino im neuen Informationszentrum werden dazu anregen, die Natur mit anderen Augen wahrzunehmen und das Verlangen wecken, die werdende Wildnis des Nationalparks hautnah zu erleben. Der Auftritt auf der Woche der Umwelt in Berlin hat uns bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Peter Gaffert.
Die Woche der Umwelt fand in diesem Jahr, nach 2002 und 2004, nun zum dritten Mal statt.
Sie ist eine Initiative des Bundespräsidenten in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Organisator dieses großen Ereignisses ist die Deutsche Bundesumweltstiftung in Verbindung mit dem Zentrum für Umweltkommunikation aus Osnabrück. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt ist eine der größten Stiftungen in Europa. Sie fördert innovative beispielhafte Projekte zum Umweltschutz. Seit ihrer Gründung im Jahr 1991 hat sie über 6600 Projekte mit ca. 1,2 Mrd. Euro Fördervolumen unterstützt.
Auf der Woche der Umwelt werden Spitzenleistungen aus Umwelt und Naturschutz mit folgenden Schwerpunkten präsentiert: Innovationen Umwelttechnik; Klimaschutz, Energie und Mobilität; Naturschutz, Gewässer- und Bodenschutz; Umweltkommunikation und – bildung; Internationale Umweltkooperationen.
Um sich dort als Aussteller präsentieren zu dürfen bedarf es einer Einladung der DBU.
Neben der Ausstellung rundete das attraktive Programm eine umfangreiche Vortragsreihe, mit mehr als 200 erwarteten Referenten, ab. Spitzenvertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft diskutierten Zukunftsfragen der Umwelttechnik, -forschung, -bildung.