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NationalparkZentrum Kellerwald
Boggel


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12.01.2009

„HolzFundStücke“ – Neue Sonderausstellung im NationalparkZentrum

Neue Kunstausstellung im NationalparkZentrum: HolzFundStücke – Holzskulpturen von Helga Mewes

Das Schöne vermodernden Holzes sichtbar zu machen ist das Anliegen von Künstlerin Helga Mewes. Sie stellt aus altem Holz Skulpturen her. Einige ihrer „HolzFundStücke“ sind als Sonderausstellung bis Ende März im NationalparkZentrum zu bewundern.

Helga Mewes

  •  *6. August 1936
  • lebt und arbeitet in Edertal-Bringhausen und Krefeld
  • künstlerisch tätig seit 1985 ab 1996 Schwerpunkt Holz

Kyrill - Windbruch durchstreift

Eichenaststück entdeckt,

erkannt als lohnendes Objekt.

Formvorstellung langsam gereift,

von Helga Mewes in Form gebracht

ist das Holz zu neuem Leben erwacht .

Gedicht von Fritz Mewes


Herzhausen. Die Natur mit anderen Augen wahrnehmen, den Blick schärfen für die Besonderheiten der Natur – das ist eines der Ziele des NationalparkZentrums. Die Künstlerin Helga Mewes zeigt mit ihren Holzskulpturen im NationalparkZentrum, dass sie einen ganz besonderen Blick hat für die Schönheit von vermoderndem Holz, das als „Totholz“ in den Wäldern liegt. Am vergangenen Freitag fand mit einer kleinen Vernissage die offizielle Eröffnung der Kunstausstellung statt.

Seit 1997 ist die Krefelderin Rentnerin und verbringt seitdem die Sommermonate in ihrem Ferienhaus in Bringhausen. Sie genießt viel Zeit in den Wäldern am Edersee und entdeckt dort immer wieder besondere Holzstücke – die vor ihrem inneren Auge sofort zu faszinierenden Skulpturen werden.  „Genau das Konzept des Nationalparks, nämlich die Natur sich selbst zu überlassen, hat mich inspiriert, vermodertem Holz eine Seele zu geben.“, sagt die Künstlerin. Mithilfe von Ehemann Fritz Mewes und in Absprache mit den zuständigen Förstern werden die Stücke geborgen und im Bringhäuser Garten liebevoll bearbeitet. Nun bereichern sie die Ausstellung des NationalparkZentrums. Während ihres ersten Besuchs im NationalparkZentrum im vergangenen Jahr war sie fasziniert von dem modernen Bau mit der innovativen Ausstellung. Sogleich konnte sie sich gut vorstellen, ihre Skulpturen in den hellen runden Räumen auszustellen.


Während des Ausstellungsrundgangs zur Vernissage ist die Begeisterung der rüstigen Dame zu spüren. Gestikulierend und mit leuchtenden Augen erzählt hat sie zu jeder Skulptur eine Geschichte. „Viele Holzstücke finde ich auf meinen Spaziergängen im Wald. Andere bringen mir Bekannte.“ Eines beispielsweise wäre fast als Brennholz im Ofen gelandet, doch der langjährige Freund von Mewes wusste, dass sie daraus ein kleines Kunststück machen würde.

Seit 1985 ist Helga Mewes künstlerisch tätig – als Autodidaktin, anfangs neben ihrem Beruf als pharmazeutisch-technische Assistentin. Außer mit Holz hat sie sich intensiv mit Textilien beschäftigt, sie gehört beispielsweise der internationalen Krefelder Textilgruppe an. Aber auch mit Ton hat sie gearbeitet. Ein wichtiger Teil ihrer künstlerischen Arbeit bildete das Herstellen von Masken, bevor sie ihre Liebe zum Holz entdeckte.

Mit der Ausstellung „HolzFundStücke“ von Helga Mewes findet nun schon die vierte Kunstausstellung im NationalparkZentrum Kellerwald statt. „Ich freue mich, dass das Interesse an unserem NationalparkZentrum als Ausstellungsort so groß ist.  Die Sonderausstellungen sind eine tolle Ergänzung zu unseren Dauerausstellungen.“, sagt Katrin Schneider, Leiterin des NationalparkZentrums. Sie sieht in der Verbindung von Kunst und Wildnis ein erhebliches Potenzial. „Der Zugang zur Wildnis des Nationalparks durch die Kunst ist ein äußerst fruchtbarer, das greifen wir auch in den vielfältigen Workshops auf, die wir in diesem Jahr wieder anbieten.“ Bereits im März finden zwei Workshops statt: Am 15. März 2009 sind Jung und Alt eingeladen, sich unter dem Motto „Ein Nationalpark inmitten alter und junger Menschen“ zu einem Lese- und Schreibaktionsnachmittag zu treffen. Am 28. März 2009 kann man auf einem Fotoworkshop unter fachkundiger Anleitung mit der Kamera auf die Suche nach faszinierenden Motiven in der werdenden Wildnis des Nationalparks gehen.


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