| | |


NationalparkZentrum Kellerwald
Boggel


Zum Inhalt

03.06.2013

Der Wolf – eine nachhaltige Rückkehr?

Am Mittwoch, den 5. Juni, lädt Markus Bathen zu einem spannenden Vortrag über den Wolf und seine Rückkehr in das Kino des NationalparkZentrums ein.

Die Sommer-Vortragsreihe im NationalparkZentrum steht unter dem Motto „Jubiläumsjahr der Nachhaltigkeit“. Am Mittwoch, den 5. Juni, stehen der Wolf und seine Rückkehr im Fokus. Der Vortrag im Kino des NationalparkZentrums beginnt um 19:30 Uhr. Es ist keine Anmeldung erforderlich, die Teilnahme ist kostenfrei.

Es ist eine Sensation und aus Naturschutzsicht einer der größten Erfolge. Der vom Menschen ausgerottete und über Jahrhunderte verteufelte Wolf lebt wieder in Deutschlands freier Wildbahn. Die Tiere wurden nicht ausgewildert, sondern haben auf eigenen Pfoten zurückgefunden.

Der Urvater des Haushundes belegt die Eignung der vom Menschen besiedelten und intensiv genutzten mitteleuropäischen Kulturlandschaft als seinen Lebensraum. Der Wolf ist kein Anzeiger von Wildnis, sondern ein Kulturfolger.  Damit berührt er den Alltag von Schafhaltern, Jägern oder Waldbesuchern und wirft Fragen über das neue Zusammenleben auf.

Zahlreiche Menschen heißen den Wolf willkommen, doch nicht immer ist der neue Nachbar Wolf unumstritten. Obwohl nur 19 Wolfsfamilien in der Bundesrepublik leben und der Wolf somit eine der seltensten Tierarten Deutschlands ist, werden Forderungen laut, den Bestand zu regulieren. Wird sich dennoch die Einsicht durchsetzen, dass heutzutage die Nachbarschaft von Mensch und Wolf hier möglich ist - so wie es fast alle anderen europäischen Staaten vorleben.

Markus Bathen leitet das NABU Projektbüro Wolf in der Lausitz. Dort haben 13 Wolfsrudel ihre Heimat. Markus Bathen berichtet über den aktuellen Stand bei Deutschlands wilden Wölfen. Ist das konfliktarme Nebeneinander von Mensch und Wolf in der deutschen Landschaft möglich? Gibt es Hoffnung, dass der Wolf auch in den Kellerwald zurückkehrt?


Bildunterschrift:
Am Mittwoch, den 5. Juni, lädt Markus Bathen zu einem spannenden Vortrag über den Wolf und seine Rückkehr in das Kino des NationalparkZentrums ein.

Bildautor „Zwei Wölfe“: NABU/S. Zibolsky

Hintergrund:
Nachhaltigkeit
Der Begriff „Nachhaltige Forstwirtschaft“ wurde im Jahr 1713 vom Forstmann Hannß Carl von Carlowitz geprägt. Er sah das rasche Schwinden des  Rohstoffes Holz und suchte nach einem Weg, die Wälder zu bewirtschaften und zeitgleich die kostbare Ressource Holz dauerhaft und für die nachfolgenden Generationen zu erhalten. Diesen Weg beschrieb Carlowitz im ersten forstwirtschaftlichen Fachbuch.
Der Begriff der Nachhaltigkeit hat sich in den vergangenen 300 Jahren weiterentwickelt. Längst beinhaltet er mehr, als dass für jeden gefällten Baum einer neuer gepflanzt wird. Alle Funktionen von Wald sollen nachhaltig gewährleistet werden, so auch die Erhaltung der Artenvielfalt.

Zurück zur Übersicht
powered by webEdition CMS