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NationalparkZentrum Kellerwald
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25.07.2014

Freiwillige vor III. – Neuer Barfußpfad auf dem WildnisErlebnisgelände des NationalparkZentrums Kellerwald oder „Barfuß im Regen …“

Neue Attraktion seit Sommer 2014 auf den WildnisErlenbisgelände am NationalparkZentrum Kellerwald

Bad Wildungen / Vöhl-Herzhausen. Direkt neben dem NationalparkZentrum wartet ein 30 Meter langer Barfußpfad mit zehn verschiedenen Stationen auf Füße: Kleine, große, dicke und dünne, alle Füße können  auf dem Weg verweilen und die unterschiedlichen Materialien erfühlen.
Viktoria Schlömer aus Wirmighausen realisierte dieses Projekt mit Hilfe tatkräftiger Unterstützung der Nationalpark-Ranger Erhard Bemmann, Hermann Bieber, Oliver Obermann, Mario Albus, Jochen Lückel und Torsten Daume während ihres Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ). Sie ist seit 2013 im NationalparkZentrum Kellerwald Edersee, betreut wird sie von Tatiana Habich, Mitarbeiterin im NationalparkZentrum.
Die Abiturientin Viktoria nutzte das Jahr für vertiefende Erfahrungen in den verschiedenen Einrichtungen des Nationalparks Kellerwald-Edersee mit Schwerpunkt im NationalparkZentrum Kellerwald. Bereits im März begannen die Arbeiten auf dem WildnisErlebnisgelände für ihr eigenes Freiweilligen-Projekt Barfußpfad, „wobei Viktoria das Konzept schon vorher gut geplant und mit uns im NationalparkZentrum eng abgestimmt hat“, erläutert ihre Betreuerin Tatiana Habich die Vorbereitungen.

 
Bildautor: Nationalpark Kellerwald-Edersee
Bildunterschriften: FÖJlerin Viktoria Schlömer mit ihrer Betreuerin Tatiana Habich (Mitarbeiterin NationalparkZentrum) auf dem von ihr geplanten Barfußpfad.

Teamarbeit und gute Betreuung der Freiweilligen
„Die Betreuung der Freiwilligen ist mir ein Herzensanliegen und wir haben sehr gut mit Viktoria zusammen gearbeitet“, ergänzt sie. „Viktoria konnte ihre Ideen frei ins Team einbringen. Durch diesen besonderen Gehweg hat das WildnisErlebnisgelände des NationalparkZentrums eine reizvolle haptische Attraktion gewonnen, die auch bereits gut von den Besuchenden angenommen wird“, freut sich Habich.


Bildautor: Nationalpark Kellerwald-Edersee
Bildunterschriften: „Das FÖJ im Nationalpark Kellerwald ist sehr empfehlenswert“, sagt FÖJlerin Viktoria Schlömer, hier mit ihrer Betreuerin Tatiana Habich.

Alles in Bewegung
Der Pfad zum Laufen, Schreiten, Tippeln, Gehen, auf den Zehen Wippen, Balancieren oder einfach nur Stillstehen befindet sich direkt neben dem ersten Stück der Hagensteinroute. Es bestehe also die Möglichkeit, den regulären Weg „für ein kurzes, aber wesentliches Stück zu verlassen und sich durch das Fühlen der verschiedensten Untergründe auf die Wanderung durch den Nationalpark einzustimmen“, schmunzelt die Ideengeberin Viktoria – natürlich könne auch gern im Regen getanzt werden, wie sie an einen alten Schlagertext erinnert. Denn durch das ewige Gehen in Schuhen verkümmern wichtige Muskelgruppen. „So tut jeder zugleich auch etwas für die Verbesserung seiner Kraft im Fuß und den Gleichgewichtssinn.“
 
Gehämmert und gesägt für einen dreidimensionalen Teppich
Fünf Tage lang wurde auf dem WildnisErlebnisgelände gesägt, geschraubt und geschaufelt. Zunächst wurde die Fläche planiert. Danach wurde der äußere Rahmen für den Barfußpfad angebracht. „Diese Einrahmung des Barfußpfades und der einzelnen Stationen besteht aus Akazienrundhölzern“, beschreibt ihn die junge Frau. „Es gibt insgesamt zehn Stationen. Unter diesen gibt es auch zwei Balancierelemente, welche den Pfad besonders auch für Kinder interessant machen. Das ist mir sehr wichtig, damit bereits die Jüngsten den Kontakt zum Boden und seiner unterschiedlichen Beschaffenheit nicht verlieren.“ Zum Befüllen der übrigen Gefache wurden pro Station ca. 0,3 m3 Material benötigt. Unter anderem wurden Materialien wie Sand, abgerundeter Kies, Rindenmulch oder halbierte Rundhölzer verwendet.


Bildautor: Nationalpark Kellerwald-Edersee
Bildunterschriften: Zeigt her eure Füße, aber diesmal nicht die Schuh´.... Genuss pur für die Füße auf dem neuen Barfußpfad am NationalparkZentrum.

Ergebnis FÖJ: unbedingt empfehlenswert
Sie ist sehr zufrieden mit ihrer Zeit im NationalparkZentrum und natürlich auch mit ihrem Projekt: „Durch die großartige Hilfe der Ranger benötigten wir sogar viel weniger Zeit für die Umsetzung als ich ursprünglich eingeplant habe. Ich bin sehr glücklich über das Ergebnis, vor allem aber die Freude, die ich bei den Gästen wahrnehme“, erzählt Viktoria Schlömer. Sie findet es sehr wertvoll, zwölf Monate freiwillig und aktiv im Nationalpark Kellerwald-Edersee gewesen zu sein. „Diese Zeit zwischen Schule und meinem weiterem Lebensweg war sehr abwechslungsreich und praxisorientiert. Außerdem konnte ich mich für die Natur engagieren in einem tollen Team.“ Dies alles habe ihren Wunsch bestätigt, das Studium Umweltschutz an der Fachhochschule Bingen zu beginnen, so die 19-Jährige aus der Gemeinde Diemelsee.
 
Hintergrund
Das FÖJ findet zwischen dem 1. September eines Jahres und 31. August des Folgejahres statt und wird auch dieses Jahr wieder mit vier Stellen im Nationalpark angeboten. Es ist eine gute Gelegenheit für junge Menschen, die gerade aus der Schule oder einer Ausbildung kommen, sich für ihre weitere Berufslaufbahn zu orientieren. In einem Jahr arbeiten sie in praktisch ausgerichteten Arbeitsfeldern und erhalten ebenfalls theoretische Einblicke in einer naturbezogenen Einrichtung.
Weitere Informationen zum FÖJ im Nationalpark: unter www.nationalpark-kellerwald-edersee.de und www.foej-nzh.de
Allgemein zum FÖJ : bei der Agentur für Arbeit www.arbeitsagentur.de, den Bundesfreiwilligendienst www.bundesfreiwilligendienst.de und das Freiwillige Soziale Jahr www.fsj-hessen.de.
 
Kontakt:
Adresse
NationalparkZentrum Kellerwald
Weg zur Wildnis 1
34516 Vöhl-Herzhausen
Telefon 05635 992781
www.nationalparkzentrum-kellerwald.de
 
Öffnungszeiten:
April - Oktober:         10:00 – 18:00 Uhr (täglich)
November - März:        10:00 - 16:30 Uhr (Dienstag bis Sonntag)
einzelne Schließtage im Januar sowie am 24.12. und 01.01. geschlossen
Bildautor: NationalparkZentrum Edersee
Bildunterschrift: Alles Neu. FÖJlerin Viktoria Schlömer beim Errichten des Barfußpfads am NationalparkZentrum im März.



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