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NationalparkZentrum Kellerwald
Boggel


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06.08.2014

Kenia – Naturtourismus heute

Am Mittwoch, 06. August, lädt das NationalparkZentrum um 19:30 Uhr zum Vortrag von Matthias Schlote ein.

Bad Wildungen/ Vöhl-Herzhausen. Am Mittwoch, 06. August, lädt das NationalparkZentrum, Weg zur Wildnis 1 in Vöhl-Herzhausen, um 19:30 Uhr zum informativen und reich bebilderten, anderthalbstündigen Vortrag von Matthias Schlote ein. Es ist keine Anmeldung erforderlich, die Teilnahme kostenfrei. Im Anschluss bietet sich die Möglichkeit für Fragen rund um Land und Leute sowie Tierbeobachtung und Naturtourismus. Der Nationalpark-Partner GastRaum im NationalparkZentrum ist bis zum Vortrag geöffnet. Dort gibt es Kuchen und Eis sowie Heiß- und Kaltgetränke.

Kenia bietet neben der Küste auch ein atemberaubend schönes Hinterland. Dort könnten die großen Fünf – Elefant, Nashorn, Büffel, Leopard und Löwe – beobachtet werden. Die tollen Tierbeobachtungen finden jedoch vor dem Hintergrund eines zunehmenden Tourismus statt, so dass man in der Steppe nicht allein ist, denn „es ist in den großen Nationalparks in Kenia viel los“, weiß Matthias Schlote, der in Kenia gearbeitet und das Land regelmäßig bereist hat.

Wo Licht ist, ist auch Schatten


Abbildungsbeschreibung: Den König der Tiere in freier Wildbahn in Kenia wollen sich viele Menschen ansehen.
Bildautor: Matthias Schlote

Der erfahrene Afrikareisende zeigt mit seinen Fotos und Karten sowohl die Schönheiten seiner Reise aus 2013 als er auch auf Probleme eingeht, die aus Naturtourismus erwachsen. „Ich bin seit den späten 1980er Jahren immer wieder in diesem schönen Land gewesen und nehme die infrastrukturellen Änderungen mit einem lachenden und einem weinenden Auge wahr. Naturtourismus bringt Kenia sicherlich Fortschritt und wirtschaftlichen Aufbau, aber er birgt auch Gefahren, gerade für die Tier- und Pflanzenwelt“, verdeutlicht der Förster. Er war bis zu seinem Ruhestand in 2013 beim Nationalparkamt beschäftigt und führt noch heute in- und ausländische Gruppen durch den Nationalpark Kellerwald-Edersee.

Bedrohter Urwald
Die Tierwelt steht im Mittelpunkt von Matthias Schlotes Vortrag. Er wirbt zugleich für unbekanntere Reiseziele, wie zum Beispiel den Kakamega-Forst. Der nur noch 23.000 Hektar große Regenwald liegt im Westen Kenia und ist sein einziger verbliebener tropischer Urwald in der Tiefebene. „Seine Vielfalt aus Tieren und seltenen Pflanzen ist einzigartig“, schwärmt Schlote. Er weist gleichzeitig auch auf die Bedrohung dieses Refugiums hin, ist doch in den vergangenen 100 Jahren die Größe des Urwalds um gut neun Zehntel zurückgegangen. Außerdem gibt er Empfehlungen für urtümliche Reisen nach Kenia, die gut selbst zu organisieren sind.

Den König der Tiere in freier Wildbahn in Kenia wollen sich viele Menschen ansehen.
Bildautor: Matthias Schlote



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