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NationalparkZentrum Kellerwald
Boggel


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01.02.2015

Familientag im NationalparkZentrum Kellerwald mit KinderKino, kreativem Gestalten und spannendem Quiz

Am Sonntag, den 1. Februar, findet erneut das beliebte KinderKino statt. Gezeigt wird der Film „Kim und die Wölfe“.

Bad Wildungen/ Vöhl-Herzhausen. Am Sonntag, den 1. Februar, findet erneut das beliebte KinderKino statt. Gezeigt wird der Film „Kim und die Wölfe“. Zusätzlich wird ein abwechslungsreiches Programm mit kreativem Gestalten und einem spannenden Quiz rund um die grauen Gesellen geboten. Es ist keine Anmeldung erforderlich, die Teilnahme an den Sonderangeboten kostenfrei.
Am Sonntag gibt es neben der multimedialen Erlebnisausstellung eine zusätzliche Attraktion für die ganze Familie. Groß und Klein, Alt und Jung können sich um 16:00 Uhr ins runde SinneKino kuscheln und den mehrfach ausgezeichneten Kinderfilm „Kim und die Wölfe“ genießen. Das Medienzentrum Frankenberg zeigt diesen spannenden Film von Regisseur Peder Norlund im Rahmen seiner Bildungsarbeit kostenlos in der Nationalparkeinrichtung.  Die zwölfjährige Kim ist eine leidenschaftliche Kletterin, macht auch alleine Bergtouren. Während einer solchen Kletterpartie stürzt sie ab. Kim wird von einer Wölfin gefunden, die sich fortan um das junge Mädchen und einen Welpen kümmert und beide gemeinsam versorgt. Als in Norwegen die Jagd auf Wölfe eröffnet wird, erlebt Kim dramatische Situationen bei dem Versuch, die Wölfin und ihr Junges zu retten. Wird es ihr gelingen?

Familien, die Lust haben  noch mehr über Wölfe und ihre Lebensweisen zu erfahren, sind herzlich eingeladen, sich bereits um 14:00 Uhr am kreativen Gestalten und am Quiz rund um Isegrim mitzumachen.
Spiele, ausführliche und spannende Informationen, u.a. eine Darstellung aktueller Sichtungen von Wolf und Luchs in Hessen, bietet darüber hinaus das Modul WildWesen in der Ausstellung des NationalparkZentrums Kellerwald.

Familien und Freunde können gemeinsam einen abwechslungsreichen Tag mit viel Spaß und Spiel erleben. Wer möchte, startet nach dem Frühstück. Auf eigene Faust geht es vom NationalparkZentrum Kellerwald in den nahgelegenen Nationalpark, z.B. auf der Hagenstein-Route. Mit festem Schuhwerk, wetterangepasster Kleidung sowie Erfrischungsgetränken können Abenteurer auf dem Brückengrundsteig, einem Teilstück des genannten Rundwanderweges, der werdenden Wildnis hautnah begegnen. Diejenigen, die auf der Hagenstein-Route nicht über Stock und Stein wandern möchten, sondern ebenerdig einen kurzen Spaziergang genießen möchten, kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Ausgehend vom Wanderparkplatz Himmelsbreite ermöglicht ein 1,2 km langer barrierefreier Weg ebenfalls Einblicke in die Wildnis von morgen sowie einen rollstuhlgerechten und für Kinderwagen geeigneten Zugang zur Aussichtsplattform am Hagenstein.
Zurück im NationalparkZentrum Kellerwald können sich die Wanderer im hauseigenen Restaurant und Nationalpark-Partner GastRaum stärken. Kinder können sich auf dem angrenzenden WildnisErlebnisGelände austoben. Jung und Alt können gemeinsam den hochwertigen NationalparkShop durchstöbern, bevor es auf eine spannende Entdeckungsreise durch die multimediale Ausstellung geht und Quiz sowie  KinderKino beginnen.

WildWesen mit dem Wolf
Bildunterschriften:
•    Nach alljährlicher Wartungszeit Anfang des Jahres ist das NationalparkZentrum Kellerwald ab dem letzten Januarwochenende wieder regulär geöffnet, in der Wintersaison Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 16:30 Uhr. Weitere Informationen unter www.NationalparkZentrum-Kellerwald.de


WildWesen Wolf
•    Aktuelle Informationen zum Wolf können Besucher in der Ausstellung des NationalparkZentrums beim Modul WildWesen erfahren. Wer die grauen Gesellen live erleben möchte, bekommt diese Gelegenheit im WildtierPark Edersee. Weitere Informationen unter www.WildtierPark-Edersee.eu

Bildautor: Nationalpark Kellerwald-Edersee
Aktuelle Informationen zum Wolf können Besucher in der Ausstellung des NationalparkZentrums beim Modul WildWesen erfahren.


Hintergrund: "Der Wolf ist los!"

Leben mit dem Wolf – nationale Anstrengungen und Aufregungen

Ursprünglich war der Wolf unter den Großsäugern das Tier mit der weltweit größten Verbreitung. Er bevölkerte fast die gesamte nördliche Halbkugel. Während er von alten Jägervölkern verehrt wurde und Eingang in deren Mythologien fand, galt er nach Einführung der Land- und Weidewirtschaft als Nahrungskonkurrent und Schädling. Eine gnadenlose Verfolgung und Lebensraumzerstörung führte schließlich dazu, dass die Bestände weltweit stark geschrumpft sind und vor etwa 150 Jahren der Wolf in Deutschland ausgerottet wurde. Weltweit gibt es heute kaum mehr als 100.000 Eurasische Wölfe, zwischen 10.000 und 20.000 sind es in Europa.

Im Jahre 2000 gelang es einem aus Polen in die Oberlausitz (Sachsen) eingewanderten Wolfspaar erstmals wieder Welpen in Deutschland aufzuziehen. Seitdem breitet sich der Wolf in Deutschland unaufhörlich und weitgehend unbemerkt aus, findet er hier doch ein wahres Schlaraffenland mit Schalenwild im Überfluss vor. Rehe, Rotwild und Wildschweine sind daher die Hauptbeute des Nahrungsopportunisten. Mittlerweile werden wieder 33 Rudel und Paare gezählt, die meisten in Ostdeutschland, aber mittlerweile auch fünf Wolfsrudel in Niedersachsen. Prognosen gehen davon aus, dass in Deutschland etwa 440 Rudel Platz hätten.

Der Wolf ist heute nach Bundesnaturschutzgesetz, das die europäische FFH-Richtlinie  (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) in nationales Recht umsetzt, streng geschützt. Doch wie viele Wölfe sind erforderlich, um die Artenvielfalt zu sichern? Wann darf der Jäger wieder regulierend eingreifen? Naturschutzverbände und Jäger streiten sich um die Deutungshoheit. Aktuell ist der Wolf nach Bundesjagdgesetz keine jagdbare Art. Der bundesrechtliche Artenschutz hat daher Vorrang. Es gibt jedoch Bestrebungen der Jagdverbände, den Wolf wieder unter das Jagdrecht zu stellen.
Vorerst gilt es jedoch, dem Wolf eine ungehinderte Ausbreitung ohne Verkehrstot zu ermöglichen. Lebensraumvernetzungen mit Grünbrücken und Durchlässe sind geeignete Maßnahmen. Großschutzgebiete wie der Nationalpark Kellerwald-Edersee sind besonders gefragt. Sie müssen Rückzugsgebiete bieten, in denen Wölfe ihren Nachwuchs ohne Störung aufziehen können.

Ob es gelingt, den Wolf in Deutschland wieder heimisch zu machen, entscheidet sich in unseren Köpfen. Wir müssen erst wieder lernen, mit dem Wolf in Nachbarschaft zu leben, so wie es bereits viele Menschen in anderen europäischen Ländern tun.

Quelle: Auszug aus dem Nationalpark-Magazin, BuchenBlatt 2/2014

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Download: https://www.nationalparkzentrum-kellerwald.de/de/service/downloads/buchenblatt/downloads/Buchenblatt_2_2014.pdf


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