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NationalparkZentrum Kellerwald
Boggel


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30.01.2016

„UNESCO-Welterbe“ - Vernissage im NationalparkZentrum Kellerwald

Die Sonderausstellung „UNESCO-Welterbe“ gastiert vom 30. Januar bis zum 10. April im NationalparkZentrum Kellerwald.

Bad Wildungen/ Vöhl-Herzhausen. Die Sonderausstellung zum Thema „UNESCO-Welterbe“ gastiert im NationalparkZentrum Kellerwald, Weg zur Wildnis 1 in Vöhl-Herzhausen. Die Vernissage findet am Samstag, den 30. Januar, um 14:30 Uhr statt. Interessierte sind herzlich dazu eingeladen.

Die im NationalparkZentrum Kellerwald präsentierte Ausstellung „UNESCO-Welterbe“ setzt sich aus drei Teilen zusammen. Zwei Fotoausstellungen mit beeindruckenden und faszinierenden Bildern ergänzen ein Ensemble von Museumskoffern - transportable „Museen im Kleinen“ – bei denen Anfassen und Ausprobieren ausdrücklich erlaubt ist.

Während des gesamten Ausstellungszeitraums vom 30. Januar bis zum 10. April zeigt die Universität Paderborn acht Museumskoffer, in denen Natur in vielfältiger Weise und unterschiedlichen Kontexten thematisiert wird. Darüber hinaus befassen sich die Exponate „Welterbe im Koffer“ exemplarisch auch mit Weltkulturerbestätten sowie dem UNESCO-Dokumentenerbe der Gebrüder Grimm oder den Astrid Lindgren Archiven.
Bis zum 9. März wird parallel die Multimedia-Ausstellung zum UNESCO-Weltnaturerbe des Nationalparks Hainich gezeigt. Wackel-Bilder in 3-D, Anschauungstafeln und ein fünfzehnminütiger Kurzfilm stellen das thüringische Buchengroßschutzgebiet und seine Weltnaturerbeflächen vor, zeigen seine Vielfalt auf und veranschaulichen natürliche Entwicklungsprozesse.
Die Sonderausstellung zum Thema „UNESCO-Welterbe“ gastiert im NationalparkZentrum Kellerwald. Die Vernissage findet am Samstag, den 30. Januar, um 14:30 Uhr statt. Interessierte sind herzlich dazu eingeladen.


Manfred Großmann, Leiter des Nationalparks Hainich, sowie Vertreter der Universität Paderborn werden an der Vernissage teilnehmen und interessierten Gästen für spannende Dialoge zur Verfügung stehen.

Ab dem 11. März schließt sich die Fotoausstellung „Alte Buchenwälder Deutschlands“ von Karl-Heinz Schlierbach an, die in großformatigen Motiven die charakteristischen Eigenheiten der einzelnen Teilgebiete im jahreszeitlichen Wechsel portraitiert.

Bis Sonntag, den 10. April 2016, kann die Sonderausstellung „UNESCO-Welterbe“ während der regulären Öffnungszeiten kostenfrei im Foyer sowie im SeminarRaum des Zentrums besucht werden. Weitere Bilder werden in der kostenpflichtigen Erlebnisausstellung präsentiert. Das NationalparkZentrum Kellerwald hat bis Ende März von Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 16:30 Uhr geöffnet, ab April täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr.
Hintergrund:
Sonderausstellungen im NationalparkZentrum Kellerwald:
Das ganze Jahr über werden im NationalparkZentrum Kellerwald  abwechslungsreiche Sonderausstellungen präsentiert. Einige richten sich mit zahlreichen Mitmachstationen vor allem an Grundschüler oder Familien,  andere informieren spannend über verschiedene Ökosysteme. Auch künstlerische Ausstellungen mit dem Schwerpunkt Natur werden in diesem Jahr wieder zu sehen sein.

„Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“:
Seit 2011 zählen ausgewählte Bereiche des hessischen Nationalparks Kellerwald-Edersee und des thüringischen Nationalparks Hainich Teilgebiete zum transnationalen UNESCO-Weltnaturerbe „Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“. Zu den „Alten Buchenwälder Deutschlands“ gehören außerdem Teilflächen der Nationalparks Jasmund und Müritz in Mecklenburg-Vorpommern sowie das Waldgebiet Grumsin im brandenburgischen UNESCO-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Gemeinsam bilden sie die unterschiedlichen Buchenwaldtypen Deutschlands ab - von den Mittelgebirgen bis zur Küste – und beherbergen zusammen mehr als zwei Drittel der Waldpflanzenarten, deren Weltverbreitung auf Europa konzentriert ist.    Sommergrüne Laubwälder erstrecken sich fast ausschließlich auf die nördliche Erdhalbkugel. Die Rotbuche, Fagus sylvatica, kommt jedoch ausschließlich in Europa vor. Es ist weltweit ein einzigartiger Vorgang, dass die Rotbuche als einzelne Baumart  im Zuge eines  sogar noch andauernden,  ökologischen Prozesses die Wald- und Ökosystembildung weiter Teile eines ganzen Kontinents bestimmt. Diese Dominanz hat sich innerhalb von wenigen Jahrtausenden, seit der letzten Eiszeit, entwickelt – einer geologisch wie evolutionär gesehen extrem kurzen Zeitspanne. Gegenwärtig zeigt innerhalb Europas insbesondere Deutschland markant den ungebrochenen Prozess, der diesen Kontinent prägt.     
Verlinkung: www.weltnaturerbebuchenwaelder.de

Museumskoffer:                                                     
Das kunst- und museumspädagogische Konzept der „Museumskoffer für das UNESCO-Welterbe“ gehört im Bereich des Kunstpädagogik-Studiums an der Universität Paderborn seit mehr als 13 Jahren zum Lehr- und Forschungsprogramm und besitzt einen bundesweiten Modellcharakter. Initiiert wurde das Projekt durch die Universitätsprofessorin Dr. Jutta Ströter-Bender (Professur „Kunst und ihre Didaktik“). Das Museumskofferprojekt wurde 2002 mit dem Forschungspreis der Universität ausgezeichnet. Im Jahr 2007 erhielt es den Preis „Geist begeistert“ des Bundesministeriums für Forschung und Bildung. Zudem wurde das Projekt 2012 in der Kategorie „Kultur und Kunst“ für ein Buch der Standortmarketingkampagne „Germany at its best: Nordrhein-Westfalen“ ausgewählt.
Die Ausstellung der Museumskoffer im UNESCO-Weltnaturerbe Kellerwald ist durch enge Zusammenarbeit mit dem NationalparkZentrum Kellerwald, dem Arbeitskreis World Heritage Education und der Universität Paderborn ermöglicht worden. www.upb.de/museumskoffer

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